Arbeitsmotivation

Heute möchte ich in diesem Blog das Buch „Jenseits des Aktenkoffers – Vom Wesen des neuen Angestellten“ vom FAZ Redakteur Mark Siemons rezensieren.

Dieses Buch ist während seiner Zeit in Frankfurt entstanden; von Aachen kommend (gebürtig) und auf dem Weg nach Berlin und später China.

Der „situ“ Frankfurt ist deswegen wichtig, weil gerade hier viele Banken (im Jahre 1987 412 Bankniederlassungen) und Versicherungsfirmen ihren Sitz haben, so dass hier viele Angestellte gehobenen Niveaus arbeiten. Dies war der Näherboden für das vorliegende Buch.

Warum rezensiere ich dieses Buch? Erstens, weil ich Mark Siemons seit vielen Jahren kenne und durch unsere Begegnungen in seiner Frankfurter Zeit indirekt Input für sein Buch geliefert habe. Zweitens, weil mich das Thema „Angestellter“ fasziniert. Darüber werde ich meine eigenen Ansichten in einem speziellen Blog schreiben (Teil 2).

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Diese Überschrift schmückte einen Artikel aus der FAZ im Sommer 2013. Dieser Artikel gab ein Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden von Bayer, Herrn Marijn Dekkers, anlässlich des 150. Gründungsjubiläums des Unternehmens wieder.

In diesem Artikel ging es um sehr unterschiedliche Themen, auch um die Energiewende und die dafür notwendigen Investitionsmaßnahmen. Letztere beinhalten zwangsläufig ein Risiko. Und so kam der vollständige Satz zustande „Die Deutschen sind (in den Technologien) sehr, sehr konservativ. Man will Fortschritt, ohne etwas zu wagen, ohne etwas aufzugeben“.

Ich habe diesen Satz aufgegriffen, weil ich hierbei eine Korrelation mit den sinkenden Gründerzahlen der letzten Jahre sehe. Diese sind seit 2002 so stark gesunken, dass Deutschland de facto 26.400 im Jahr 2012 verloren hat, d.h. mehr Unternehmensliquidationen als Gründungen (Angaben vom Institut für Mittelstandsforschung, ifM, Bonn).

Gründen bedeutet ein Risiko, das zum Erfolg oder Fiasko führen kann. Gründen, ein Unternehmen zu gründen, ist das Lebenselixier von vielen jungen (und jung gebliebenen) Menschen. Und trotzdem ziehen viele Menschen in Deutschland das Angestelltendasein dem Gründen vor (siehe VDI Nachrichten Nr. 10 „Deutsche legen den Schalter immer seltener um“).

Ist dieser Mangel an Gründungsbereitschaft eine deutsche Angelegenheit? In Schweden ist die Bereitschaft zu gründen deutlich höher. Da wird bereits in der Schule antrainiert.

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Erfolg ist das Lebenselixier der Sportler…und Manager. Was können diese von den Sportlern lernen? Ab wann lässt sich von Erfolg sprechen? Was führt zum Erfolg? Lassen sich bestimmende Faktoren ausmachen und im Alltag anwenden?

Was können Manager von Spitzensportlern lernen? Z.B. Ziel- und Leistungsorientierung, Umgang mit Rückschlägen. Diese und weitere Merkmale eines Sportlers lassen sich auf die Wirtschaft übertragen. Im folgenden Artikel werden anhand von Beispielen aus der Sportlerwelt einige Erfolgsfaktoren zusammengetragen und deren Anwendung im Alltag skizziert.

Im letzen Winter hat die Biathletin Magdalena Neuner drei Medaillen in drei Rennen gewonnen. Ist dies ein Erfolg? Ja, ohne Zweifel. Waren alle drei Medaillen aus Gold? Nein. Beginnt der Erfolg nur da, wo jemand immer den ersten Platz belegt? Nicht ganz: Es kommt auf das Ziel an.

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Vor etlichen Jahren als noch ein Mauer zwischen dem Osten und Westen Europas dastand, erzählte mir ein Freund folgende Begebenheit:

Seine Eltern seien nach dem Krieg aus Ostpreußen ausgewandert, wo sie einen Hof hatten, den sie nach vielen Jahren besuchen wollten.

Meinem Freund fiel bei diesem Besuch auf, dass die staatlichen Äcker miserabel bewirtschaftet waren. Das Gemüse wuchs kümmerlich. Der Acker war in einem desolaten Zustand.

Und dann am Rande des staatlichen Ackers, in der Nähe des Weges, änderte sich das Aussehen des Gemüses zusehends. Hier blühte, wuchs und gedieh das Gemüse ganz anders.

Erstaunt fragte mein Freund den Bauer, wie das wohl so wäre, dass das Gemüse mal hier kümmerlich, mal da prächtig wuchs.

Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: Hier ist mein Acker, da ist der offizielle Acker.

Viele Unternehmen leiden nun mal darunter, dass sie ihre Mitarbeiter für die Firmenziele nicht zu gewinnen vermögen. Diese Unternehmen sind wirtschaftlich bei weitem weniger erfolgreich als Unternehmen, wo sich Mitarbeiter integriert und verstanden fühlen.

Was lehrt uns der polnische Bauer? Eigennutz ist der beste Motivator.

Wenn es einem Unternehmer gelingt, die Unternehmenskultur so zu definieren, dass das Wohl des Mitarbeiters und des Unternehmens nicht gegensätzlich sondern konform sind, dann haben beide gewonnen.

Die Lehre des polnischen Bauers ist für den Unternehmer, aber auch für den Mitarbeiter bestimmt.

Der Mitarbeiter wird nur dann sein Gehalt und seinen Arbeitsplatz retten können, wenn es dem Unternehmen gut geht. Wenn er nur abseits des Arbeitsplatzes –beim polnischen Bauer am Rande des Ackers- gut arbeitet, dann verliert er womöglich auf die Dauer seinen Arbeitsplatz. Und allein von seinem „Abseits“ Acker kann der polnische Bauer nicht leben. Dies ist nur ein Zubrot.

Geben Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple
www.ThinkSimple.de

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Vor einigen Tagen habe ich einen Vortrag von Dr. Peter Kreuz zum Thema „Querdenken und Leidenschaft im beruflichen Alltag“ gehört. Der Vortrag hat mich in mehreren Punkten begeistert. Zum einen weil der Vortrag nicht theoretischer Natur war, sondern aus der gelebten Praxis heraus. Zum anderen weil das Thema Leidenschaft für die Arbeit von unserem Unternehmen seit Jahren als einer der Erfolgsfaktoren propagiert wird.

Was ich jedoch nicht wusste, der Erfolgsfaktor Leidenschaft lässt sich sogar in Zahlen ausdrücken: 120%.

Während früher die Erfolgsfaktoren Gehorsam, Sorgfalt, Fleiß und Intelligenz für eine gute Leistung ausreichten, sind heute weitere Faktoren notwendig: Initiative, Kreativität und Leidenschaft.

Damit sind die früheren Faktoren nicht obsolet. Sie reichen für die Entwicklung ausgezeichneter Produkte nicht mehr aus, so Dr. Kreuz.

Dr. Kreuz ging dann auf das Thema Motivation ein. Was motiviert die Mitarbeiter? Geld, Anerkennung?

Aus der langjährigen Consulting Tätigkeit hat Herr Kreuz drei Motivationsfaktoren herausgearbeitet: Selbstbestimmung, Können und Sinn.

Diese Faktoren werden von erfolgreichen Firmen weltweit praktiziert. Wohin das führt? Keine Spesenrichtlinien, außer dass die Spesenabrechnungen der Mitarbeiter im Intranet erscheint. Keine tarifliche Entlohnung, sondern eine freie. D.h. der Mitarbeiter entscheidet über sein Gehalt. Dieses wird dann ins Intranet gestellt.

Was Dr. Kreuz erzählt, ist gelebte Praxis von vielen, erfolgreichen Firmen. Nur weniger der Zuhörer konnten jedoch deren Umsetzung im eigenen Unternehmen bestätigen. Vielmehr war es so, dass uns diese Vorschläge als heute in Deutschland nicht realisierbar erschienen.

Was hat der Vortrag von Dr. Kreuz bewirkt? Ein Nachdenken. Eine Überprüfung allhergebrachter Unternehmensregeln.

Ich kann nur jedem Unternehmenslenker raten, sich einen live Vortrag von Dr. Kreuz anzuhören. Er regt zum Querdenken an. Er zwingt keinen zur Änderung. Diese erfolgt freiwillig oder vielleicht vom Markt aufgezwungen.

Geben Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dr. Karl de Molina

ThinkSimple

www.ThinkSimple.de

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