Personalentwicklung

 

Kennen Sie den Begriff „Internet of People“(IoP)? Was soll man darunter verstehen?

Sicherlich haben Sie im Rahmen der Digitalisierungsoffensive in Deutschland bereits von Industrie 4.0 oder dem Internet of Things (IoT, „Internet der Dinge“) gelesen.

Internet of Things bedeutet, dass die „Dinge“, in diesem Fall Maschinen, mit Sensoren und Aktuatoren bestückt und via Internet miteinander verbunden werden. Dieses Konzept erleichtert zum Beispiel. die Wartungsarbeiten von Maschinen. Es gibt auch Beispiele aus dem Haushalt wie den Kühlschrank, der selbstständig seinen Füllstand überprüft und bei Bedarf Waren automatisch nachbestellt.

Wie lässt sich dieses Konzept auf eine Unternehmensorganisation übertragen?

Dieses Konzept ermöglicht eine „selbstoptimierende Organisation“ mit vielen Vorteilen.

Mitarbeiter/innen brauchen Qualifikationen, Kompetenzen und Motivationen, damit sie die Anforderungen ihres Jobs erfüllen können. In Anlehnung an das „Internet of Things“ ermittelt hier eine Software etwa via Fragebogen in regelmäßigen Zyklen den Stand der Qualifikationen, Kompetenzen und Motivationen der Mitarbeiter/innen. Aufgrund der ermittelten Ergebnisse empfiehlt die Software Maßnahmen der Personalentwicklung wie eLearning, Games Based Learning usw. Im Sinne von Selbstcoaching entwickeln Mitarbeiter/innen  dann ihre Kompetenzen und Motivationen selbstinitiativweiter. In Einzelfällen informiert die Software die Personalabteilung über Notsituationen wie Burnout- oder Kündigungsgefahr. Nach einer angemessenen Zeitspanne erfasst die Software nochmals den Zustand der Organisation und ermittelt die Fortschritte. Dieses Konzept heißt „Internet of People“ und ermöglicht eine „selbstoptimierende Organisation“ mit den sich daraus ergebenden Vorteilen.

Das „Internet of People“ funktioniert ähnlich wie unser Körper. Unser Körper verfügt über eine Reihe von „Sensoren“, die uns über dessen Zustand informieren: Hunger, Schmerzen usw. Wenn wir uns zum Beispiel an einem Stein stoßen und verletzen, setzt unser Körper einen Heilungsprozess in Gang, der die Wunde wieder heilt.  Ähnlich arbeitet die „selbstoptimierende Organisation“. Wenn sich der Körper nicht selbst heilen kann, konsultieren wir einen Arzt. Liegt bei einer Organisation etwa  eine Notsituation wie Burnout-Gefahr vor, schaltet sich die Personalabteilung ein und leitet „Heilungsmaßnahmen“ ein.

Das „Internet of People“ funktioniert ähnlich wie unser Körper.

Die Vorteile des „Internet of People“ liegen auf der Hand: Mehr Performance, niedrigerer Krankenstand und geringere Fluktuation.

In den nachfolgenden Artikeln werden wir die Arbeitsweise und die konkrete Umsetzung des „Internet of People“ erläutern.

#internetofpeople   www.IoP.plus www.soo.plus

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In einem Artikel in den VDI Nachrichten beleuchtet Herr Wilfried Hube wie wichtig Harmonie für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist. Und dies über die unterschiedlichen Altersgruppen der Belegschaft hinweg.

Hier greifen zwei Themen ineinander: das Betriebsklima und der Wissenstransfer. Diese beiden Themen werden wir anschließend aufgreifen.

Ein wichtiger Faktor fürs Betriebsklima ist die sogenannte „Atmosphärische Intelligenz“.

Damit beschreiben wir jene Facette eines Mitarbeiters, die für die Harmonie „Erzeugung“ in seinem Umfeld mitverantwortlich ist.

In einem vor kurzem gehaltenen Vortrag (siehe Link: http://www.thinksimple.de/news) hat Herr Raimund Schöll diesen Punkt beleuchtet und den kausalen Zusammenhang mit der Produktivität bildlich dargestellt.

Demnach ist eine gute betriebliche Atmosphäre notwendig, aber nicht hinreichend für mehr Produktivität, d.h. für den wirtschaftlichen Erfolg. Was aber ist Atmosphäre und wer erzeugt sie? Wie kann man eine positive Atmosphäre schaffen und dies trotz des wachsenden Leistungsdrucks? Patentlösungen liegen nicht vor. Allgemein gültige Vorschläge wohl: Werteorientierung. Dieses Thema haben wir bereits in einem früheren Blog (“Brauchen wir noch Werte in der digitalen Welt?” vom 21. März 2011) aufgegriffen. Daher sei hier auf diesen Blogbeitrag verwiesen.

Zum zweiten Thema dieses Blogs: Wissenstransfer. Bei einer Verkürzung der Halbwertzeit des Wissens ist der innerbetriebliche generationsübergreifende Wissenstransfer ein entscheidender Erfolgsfaktor für ein modernes Unternehmen. Wesentliche Elemente der Wissensbasis können so verbreitet und für die Zukunft gesichert werden.

In diesem Punkt haben wir in unserem Unternehmen Expertise aufgebaut und setzen diese in Kundenprojekten bzw. Vorträgen ein, um den Umgang mit Wissen zu verbessern. Es ist nicht damit getan, HW oder SW- Lösungen für den Wissenstransfer zu verwenden. Wie die Mitarbeiter untereinander wertvolles Wissen austauschen, entscheidet darüber, ob das Wissen nach Veränderungen durch Fluktuation oder Ruhestand noch im Unternehmen nutzbar bleibt oder nicht.

Vor Jahren machte der Satz, der Werner von Siemens zugeschrieben wird, die Runde: „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß!“

Viel Wissen und Expertise wird extern eingekauft, obwohl es firmenintern vorhanden wäre.

Zur Sicherung des Unternehmenserfolgs müssten alle „zusammenhalten“ und verfügbares Wissen miteinander austauschen. Nur so kann eine stabile Wissensbasis geschaffen werden. Gleichzeitig schafft der Austausch aktuellen Erfahrungswissens die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen.

Wo man früher auf Stäbe oder Abteilungen zurückgreifen konnte, sind heute nur einzelne Mitarbeiter vorhanden. Diese müssen jedoch das Wissen aller in sich vereinigen. Wie? Durch einen geschickten Umgang mit Wissen. Das Wissen muss situativ abrufbar sein. Nur so kann eine Firma erfolgreich agieren.

Deshalb ist einer unserer Leitsätze: „Wissen ist heute nur in Köpfen – außerhalb ist es Information!“ Damit unterstreichen wir die Rolle des Wissensträgers Mensch sowie die Bedeutung passender Kommunikationswege für erfolgreichen Wissensaustausch.

Ist dies die Quadratur des Kreises? Eigentlich ja. Wenige Mitarbeiter, hohe Wissenskonzentration und zugleich keine Mitarbeiterabhängigkeit? Eine Patentlösung liegt nicht vor. Wir wüssten jedoch einige Lösungen…

Geben Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple
www.ThinkSimple.de

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Über Arbeitsleistung lässt sich bei Wikipedia folgende Definition lesen: „Arbeitsleistung bezeichnet in der Ökonomie das Ergebnis einer zielgerichteten Anstrengung pro Zeiteinheit bei bestimmter Arbeitsqualität“.

Diese Definition finde ich sehr gut, weil sie vier Komponenten beinhaltet: Zielorientierung, Anstrengung, Zeit und Qualität.

Worum geht es uns hier? Wir möchten den Spruch „der Strom kommt von der Steckdose“ auch auf die Arbeitswelt anwenden. Hier würde dann der Spruch lauten: „Das Gehalt kommt vom Geldautomaten“.

Das Gehalt wird vom Arbeitgeber bezahlt (und nicht vom Geldautomaten). Dafür liefert der Arbeitnehmer eine Leistung, die über die reine Anwesenheit hinausgeht. Arbeitsleistung bedeutet, einen zeit- und qualitätsgerechten Arbeitsinhalt erbringen und zwar profitabel.

Warum immer diese Betonung auf die Leistung, auf die Arbeit, auf die Profitabilität? Ganz einfach. Wir leben mit einem hohen Lebensstandard und wir arbeiten in größeren Unternehmen. Der Bezug zur Leistung ist gerade in größeren Unternehmen teilweise verloren gegangen. Wer steuert die Gewinne in Ihrem Unternehmen bei? Kennen Sie die Leistungsträger?

In Unternehmen ab 50 Mitarbeitern lässt sich die Frage nicht so einfach beantworten. Wir möchten hier gerade diesen Blick schärfen. Wir möchten hier auf die Verantwortung eines jeden Einzelnen appellieren.

Klar ist: Nicht jeder kann die gleiche Leistung erbringen. Dafür sind verschiedene Entlohnungsstufen vorhanden. Die Leistung muss sich lohnen. Dieser Spruch wird (fast) ausschließlich auf die Arbeitnehmer angewandt. Ich würde gern diesen Spruch dahingehend erweitern, dass auch der Arbeitgeber dies sagen könnte: Es lohnt sich, den oder die zu beschäftigen.

Ein Arbeitgeber hatte vor Jahren einen Spruch geprägt (siehe http://www.amazon.de/Fromm-und-erfolgreich-Werteorientierte-Unternehmensf%C3%BChrung/dp/images/3451275198) Jeder Mitarbeiter darf soviel verdienen, wie er/sie will. Er / sie darf aber nicht kosten. Ein Arbeitnehmer wird in der Regel deswegen eingestellt, weil er mehr erbringt als er kostet. D.h. er / sie wird gewinnbringend eingesetzt.

Wenn man sich diese einfache Regel vor Augen führt, dann ist eine Verständigung mit dem Arbeitgeber bzw. Arbeitgebervertreter leichter.

Als ich zu Beginn meiner Karriere über den ersten Arbeitgeber schimpfte, sagte mir ein Bekannter: Ich solle einfach etwas mehr arbeiten. Ich habe ihn am Anfang nicht verstanden. Er hatte Recht. Wir müssen schlichtweg die Sichtrichtung ändern. Wer nur auf seine Befindlichkeit schaut, wird kurz oder lang unzufrieden. Wer etwas mehr aus der Sicht des Arbeitgebers die Dinge schaut, hat in der Regel weniger Probleme.

Wir plädieren für eine leistungsbezogene Entlohnung und weniger für eine senioritäts- und bildungsabhängige Bezahlung. Schwierig? Ja. Besonders in größeren Unternehmen.

Geben Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple

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Herr Ralph Alex, Redakteur der renommierten Automobilzeitschrift Auto Motor Sport, beschreibt in seinem Artikel „Schleich Dich“, wie er durch Langsamfahrer genervt wird.

Das Gefühl, von anderen Autofahrern ausgebremst zu werden, hat fast jeder von uns. Insbesondere dann, wenn wir es eilig haben.

Der Schilderung nach geht es Herrn Alex nicht darum, ein vorläufiges Phänomen anzuprangern, sondern einen Dauerzustand aufzugreifen.

Ist Autofahren ein isolierter Vorgang oder vielmehr ein Puzzelstück im Leben eines Menschen?

Wir meinen –und so greifen wir dieses Thema in diesem Blog auf- Arbeit, Autofahren sind zwei Facetten, die zusammen gehören: Wer langsam fährt, arbeitet langsam. Soweit die These. Es mag Ausnahmen geben. Unserer Erfahrung nach gehören beide Aktivitäten zusammen und deswegen greifen wir diesen Artikel von Herrn Alex auf.

Wir zitieren einen weiteren Satz von Herrn Alex: „Langsam, aber sicher sorgen die Schleicher auf Deutschlands Straßen für ein drängendes Problem“. Beschränkt sich dieses Phänomen auf die Straßen, oder taucht dieses Ereignis auf in deutschen Unternehmen auf?

Langsamfahrer produzieren Staus auf der Straße und Langsamarbeiter verursachen Staus in den Unternehmen. Staus sind Produktivitätskiller. Sie bremsen die Vorgänge, die Prozesse. Sie verteuern die Produktentwicklung, die Produktion, den Vertrieb. Sie reduzieren den Umsatz, den Gewinn und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Wenn die Auswirkung dieser Staus so dramatisch ist, sollte man dann diese Staus in den Unternehmen schleunigst abstellen, oder?

Staus in den Straßen, in den Unternehmen werden immer von Menschen produziert, denen an Gespür für die Fahr- und Arbeitsgeschwindigkeit fehlt. Wenn Sie diese Menschen mit dem produzierten Stau konfrontieren, werden Sie feststellen, dass sie sich im Recht fühlen. Ja, ihrer Meinung nach machen sie es richtig. Nur die anderen, sie agieren viel zu schnell, sie riskieren zu viel, die Arbeitsqualität stimmt nicht.

Das heißt, wir stoßen auf eine Charakterfrage, auf eine Weltanschauung. Mit warmen Worten kommen sie hier nicht weit.

Während es auf den deutschen Straßen keine Fahrspuren für Langsamfahrer gibt, könnten Sie diese in Ihrem Unternehmen einrichten. Stauproduzenten sollten da arbeiten, wo sie die anderen nicht ausbremsen. Dies ist die Aufgabe einer Führungskraft, eines Unternehmers.

Ist diese jedoch die einzige Lösung? Ganz klar: Nein! Langsamarbeiter lassen sich in ihren Arbeitskompetenzen weiter entwickeln. Dafür gibt es spezialisierte Unternehmen, die die Arbeitsproduktivität von Mitarbeitern messen und erhöhen helfen.

Wir empfehlen diesen zweiten Weg: der Mitarbeiter hat mehr davon und das Unternehmen auch: Sowohl kurzfristig wie längerfristig.

Wir freuen uns auf die neue staufrei Zeit in den Unternehmen und auf den deutschen Straßen.

Geben Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple

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