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Wenn ich etwas sehe oder lese, versuche ich eine Lehre daraus zu ziehen. Und so gehe ich auch an die Formel 1 Rennen ran.

Als Autoingenieur interessiert mich, welche neue Technologien Verwendung finden. Wie werden die Autos fahrwerksseitig, aerodynamisch optimiert? Mich fasziniert z.B., dass ein 10 Zylindermotor der Formel 1 soviel wiegt wie ein 3 Zylinder Seriendieselmotor.

Ich genieße und erstaune über die Leistungsdaten: Querbeschleunigung, Bremsbeschleunigung etc.

Nur eins verstehe ich nicht: Warum lernen wir so wenig daraus? Was meine ich? Ich kenne keinen Menschen, der sich durch ein Formel 1 Rennen angespornt fühlt, schneller und besser zu arbeiten.

Wir sehen Autos mit nur 500 Kg (einschließlich Fahrer!). Wir sehen, dass nur der Schnellste gewinnt. Wir sehen wie sich die Fahrer, die Mechaniker, das ganze Team anstrengen. Und wir… wir bleiben passiv.

Könnten wir in unserem Arbeitsstil etwas „abspecken“? Unsere Tätigkeiten auf das Wesentliche reduzieren. Unsere Straßenautos wiegen deutlich über 1 Tonne. Ein Formel 1 Auto gerade die Hälfte bis ein Drittel oder gar ein Viertel davon. Könnte es sein, dass auch unsere Arbeit –wie unsere Autos- überbordend ist?

Zu viel Gewicht bedeutet weniger Geschwindigkeit. Und das Spiel mit der Geschwindigkeit lohnt sich. Ein Formel 1 Fahrer verdient ordentlich. Michael Schumacher hat es auf ein Vermögen von 0,6 Milliarden gebracht.

Wird jedoch die Geschwindigkeit in unseren Unternehmen belohnt? Wäre nicht hier ein neue Denke notwendig? Ich möchte, dass auch in der Arbeit das Schnellsein honoriert wird. Produktivität muss attraktiv sein. Nur so bleiben wir wettbewerbsfähig. Dafür haben wir unser Unternehmen gegründet.

Wir Menschen suchen Anerkennung. Wenn wir diese über die Arbeitsgeschwindigkeit erhalten, dann werden wir dazu neigen, schneller zu sein. Dadurch könnten wir die Produktivität in unserer Gesellschaft steigern. Das schöne dabei ist, dass wir dadurch auch die Lebensqualität verbessern.

Mehr davon in einem späteren Blog.

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Dr. Karl de Molina
ThinkSimple

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Das Wort „Plagiate“ ist seit einer Woche in aller Munde. Bei Twitter wird als aktuelles Schlagwort geführt.

Was ist am Plagiat so verwerflich, werde ich immer gefragt. Auch andere tun das, höre ich häufig.

Bin ich penibel, ticke ich anders oder liege ich einfach richtig?

Um auf diese Bemerkungen zu antworten, brauche ich nur auf den Begriff „werteorientiert Arbeitskultur“ zu schauen.

Arbeitskultur ist ein Gut, ein Wert, der unserem Tun einen Sinn, einen Gehalt gibt. In unserem Fall geht es um die Frage, wie gehen wir mit dem geistigen Eigentum anderer um?

Wie soll man hier ein Plagiat einordnen?
Ich zitiere Wikipedia: „Ein Plagiat (von lat. plagium, „Menschenraub“) ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes Werk oder als Teil eines eigenen Werkes. Dies kann sich auf eine wortwörtliche Übernahme, eine Bearbeitung, oder auch die Darstellung von Ideen oder Argumenten beziehen“.

Wie ist das Plagiat von Herrn zu Guttenberg einzuordnen? Sofern wir über den genauen Hergang informiert sind, hat er sich parlamentarischer Dienste bedient, die ihm Texte geliefert haben. Wir wissen (bislang) nicht, wie der Auftrag lautete: besorgen Sie mir Literaturstellen oder vielmehr entwerfen Sie mir bitte Texte (für meine privaten Zwecke). Allein dies ist schon ein Amtsmissbrauch.

In beiden Fällen, Literaturstellen oder Texte, handelt es sich um fremde Textquellen, die der Herr zu Guttenberg in seine Dissertation ohne Quellenangabe eingebaut hat (einbauen lassen?).

Die Begründung seiner Vorgehensweise muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ich zitiere seiner Aussage vor dem Parlament (Videoaufzeichnung im Spiegel Online vom 23.02.2011): „…ich (K.T. zu Guttenberg) habe die Quadratur des Kreises versucht…“ Dann müssen Familie, Job als Abgeordnete herhalten, um die „Makulatur“ seiner Dissertation zu begründen.

Für die Bewertung der Arbeitskultur eines skandalösen Plagiats dieses Ausmaßes ist neben der Tatsache wie dieses zustande kam auch die Frage, wie man es nachträglich zu rechtfertigen versucht. Rechtfertigen ist das falsche Wort. Vertuschen wäre die bessere Wahl. Noch vor einer Woche hat Herr zu Guttenberg das Wort „abstrus“ verwendet.

Ich Sinne einer werteorientierten Arbeitskultur wären hier arbeitsrechtliche Konsequenzen für Herrn zu Guttenberg mehr als angebracht. Die Opposition fordert sie. Sie auch?

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Dr. Karl de Molina
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“Wir haben keine Zeit zu verlieren. Angesichts der Branchenkrise stehen wir vor großen Herausforderungen, haben andererseits aber auch große Chancen”, sagte Personalvorstand Horst Neumann gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in Wolfsburg. “Wir wollen bei der Produktivität auch im indirekten Bereich im weltweiten Vergleich aufs Treppchen”, sagte Neumann. “Da können wir noch flexibler, schneller und wirtschaftlicher werden. Hier ist ein großes Potenzial, denn Entwicklung, Vertrieb und die anderen indirekten Bereiche machen die Hälfte der Belegschaft aus. Wir wollen die Produktivität in den nächsten Jahren jährlich um 10 Prozent steigern. Bislang liegen wir eher bei 5 Prozent.”
Bei einer jährlichen Kostensteigerung in den Posten Personal-, Beschaffungs- und Personalkosten braucht jedes Unternehmen ein gesundes Maß an Produktivitätssteigerung. Dieses muss zwischen 5 und 10% liegen, damit die Ertragsseite nicht gefährdet ist.

Dieses ist auch das Credo von ThinkSimple. Wir verbinden Produktivität durchaus mit Lebensqualität. Mehr Umsatz, mehr Ertrag, weniger Stress, weniger Krankenstand sind durchaus Komponenten der Lebensqualität der Mitarbeiter und auch der Gesellschafter.

Warum tun wir uns dann so schwer in Deutschland zu akzeptieren, dass wir mehr Produktivität brauchen? Warum ist dieser Begriff (noch) nicht „saloonfähig“?

In Amerika ist dies anders. Ich zitiere: „Europäer haben eine gewisse Aversion gegen Effizienz in ihrem Privatleben, weil sie ein instrumenteller Wert ist. Sie macht maschinelle wie menschliche Aktivität gleichermaßen zu Faktoren der Maximierung von Output“ (Jeremy Rifkin, „der Europäische Traum“, Vision einer leisen Supermacht, Seite 132, campus, 2004).

Dies könnte ein Erklärungsmuster sein.

Wir plädieren für ein positives Verhältnis zum Thema Produktivität als Mittel zum Zweck. Welchen: wie gesagt, Lebensqualität. Aber nicht nur dies, ein Mittel für eine bessere Arbeitskultur. Hier ist dann nicht nur Arbeitsproduktivität im Sinne von Ergebnisorientierung sondern von Team- und Werteorientierung gemeint. Letztere stellen eine Erweiterung der üblichen Arbeitsmethodik, zur mechanischen Arbeitsmethodik, dar.

Nur wenn die Arbeitsproduktivität aus Ergebnis-, Team- und Werteorientierung besteht, kann sie nachhaltig, systemisch sein und dem Menschen gerecht werden.

In späteren Blogs und Beiträgen (http://thinksimple.de/einfuehrung.7.0.html) werden wir auf diese drei Dimensionen der Arbeitsproduktivität ausführlich eingehen. Hier seien sie nur erwähnt.

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Dr. Karl de Molina
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Wir leben in einer durchorganisierten Welt. Es gibt Regeln für alles. Sind keine Regeln vorhanden, werden diese kurzerhand „gezaubert“.

Warum ist das so? Regeln geben Halt, geben Orientierung. Man kann sich daran festhalten. Hält man eine Regel ein, kann einem nichts passieren. Man hat sein Soll erfüllt.

Ich erlebe dieses Phänomen in meiner Nachbarschaft. Bei uns in der Nähe gibt es eine einschaltbare Fußgängerampel. Diese dient dazu, bei großem Verkehrsaufkommen den Fußgängern eine Chance zu geben, die Straße zu überqueren. In sich eine gute Idee.

Ich finde es aber lustig, wenn es keinen Verkehr weit und breit gibt und manche, viele, die Ampel bedienen. So können sie bei grün die Straße überqueren! Regeln braucht der Mensch.

In Deutschland fehlen Gründer, bemängeln Politiker und Wirtschaftler. Wir sind hier im Vergleich zu anderen Ländern unterdurchschnittlich entwickelt.

Gründen heißt Freiräume nutzen, Risiken eingehen. In einem Land, wo Menschen an Regeln „angekettet“ werden, ist verständlicherweise die Neigung zum „Freiraum suchen und nutzen“ wenig ausgeprägt.

Brauchen nur Gründer Freiräume? Wäre es nicht auch für Angestellte sinnvoll mehr Freiraum zu haben? Mitarbeiter in modernen Firmen wie 3M dürfen bis zu 30% der Arbeitszeit in zweckfreien Projekten stecken. Die wirtschaftlichen Ergebnisse lassen sich sehen. Sind diese Firmen so erfolgreich, weil sie diese 30%er Lösung eingeführt haben oder können sich nur diese Firmen die 30%er Lösung leisten, weil sie so erfolgreich sind?

Fakt ist: Gut definierte Freiräume schaffen Kreativität und diese sind notwendig für die Weiterentwicklung einer Firma. Freiraum allein ist ja kein Garant für den Erfolg. Auch dies durfte ich schmerzlich im eigenen Leibe erleben.

Wenn die wirtschaftlichen Erfolge von Firmen mit gestaltetem Freiraum so eindeutig sind, warum praktizieren wir es so selten? Liegt es vielleicht am Mangel an Vertrauen? Nicht jeder kann mit Freiräumen umgehen. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Unter welchen Umständen lassen sich diese Freiräume entwickeln, produktiv für die Firma nutzen und einsetzen?

Es gibt sicherlich keine Patentlösung. Sicher ist für mich jedoch, dass wir im Allgemeinen eine Arbeitskultur der Freiräume und des Vertrauens brauchen. Prof. Simon (siehe http://www.thinksimple.de/einfuehrung.7.0.html) schildert im Beitrag „Zukunft der Arbeit“ den Rahmen für die moderne Arbeit. Hier sind aufgrund der Mobilität mehr Freiräume notwendig. Werden wir diese auch bekommen? Sinnvoll wäre es.

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Dr. Karl de Molina
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In diesem Artikel kommentiert Frau Schneider ein Buch von Christoph Moss: „Vielen Dank für Ihre E-Mail“.

In diesem Buch –so Frau Schneider- plädiert Herr Moss dafür, weniger dafür höherwertige E-Mails zu versenden.

Dem können wir nur zustimmen. Wie lässt sich dieser Ratschlag im Alltag umsetzen?

Vorschlag Nr. 1: nicht impulsiv antworten, d.h. nicht aus der Emotion heraus. Bei wichtigen E-Mails entweder sich von der Assistentin oder von einem Kollegen helfen lassen oder mit der Antwort auf den nächsten Tag warten.

Vorschlag Nr. 2: sobald der Text fertig ist, diesen mit der Brille des Lesers lesen. Ist der Text verständlich? Ist das Anliegen eindeutig? Weiß der Adressat, was er tun soll? Kann der Text zu Irritationen führen? Mails werden nicht gelesen, sie werden überflogen. Einfache, eindeutige Formulieren wählen.

Vorschlag Nr. 3: auf passende Sprachqualität und auf passenden Stil achten. Die Qualität muss auf das Niveau des Adressanten ausgerichtet sein. Hier lieber ein „Tick“ besser als umgekehrt.

Vorschlag Nr. 4: Adressatenkontingent richtig zusammenstellen. Nicht jeden über jedes informieren. Wen setzen Sie auf „An“, wen auf „CC“ und wenn auf „BCC“? Aufgrund des Adressatenkontingentes kann es zu Änderungen in Punkt 2 kommen.

Nach einer eigenen Studie leiden Unternehmen unter einer E-Mail-Flut. Wenn Sie weniger E-Mails an Ansprechpartner senden, werden diese dann wertvoller, weil rarer. Fassen Sie daher mehrere E-Mails –wenn möglich- auf ein einzelnes zusammen und versuchen gleichzeitig, jedes E-Mail mit einem einzigen Inhalt zu versehen. Ein Spagat, den zu lösen gilt.

Mit eingespielten Ansprechpartnern können Sie E-Mails mit mehreren Inhalten austauschen. In diesem Fall bitte, jedes Anliegen mit einer Nummer oder einem Buchstaben versehen. Damit erleichtern Sie ein „Traceback“, d.h. Rückverfolgung und können gezielt nach einzelnen Punkten fragen.

Den erfahrenen E-Mail Anwender erkennen Sie an der Kürze und an der Präzision der Formulierungen.

Als letztes ein Hinweis: E-Mail Verkehr ist kein Ersatz für Telefonate und Besprechungen. Den richtigen Umgang mit den drei Kommunikationsmitteln muss jeder für sich finden. Nur eins ist klar, über E-Mails können Sie jeden Ansprechpartner u. U. verstimmen. Sollte dies der Fall sein, dann klären Sie Bitte den Sachverhalt telefonisch. Nur hier können Sie den Ansprechpartner „abholen“, weil Sie seine Stimmungslage am Telefon erfassen können.

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Dr. Karl de Molina
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„48 Stunden Arbeit in der Woche sind erlaubt – in Ausnahmen sogar mehr. Da geht noch was finden Ökonomen und Arbeitgeber“, so beginnt Herr Astheimer seinen Artikel.

Ist die Anzahl der Stunden so relevant? Ist nicht das Ergebnis wichtiger?

Als ich nach der Promotion bei einem großen Automobilzulieferer anheuerte, wurde ich von den Kollegen aufgeklärt, dass der Bereichsleiter Wert darauf legt, viele „Verfallstunden“ zu produzieren. Als außertariflicher Angestellter wurden die Überstunden nicht bezahlt. Daher Verfallstunden.

Der Bereichsleiter konnte anhand der „Verfallstunden“ den Einsatz –und angeblich- die Leistung des Mitarbeiters ablesen. Eine Messmethode halt. Als Ingenieur braucht man Messverfahren, auch für Menschen!

Was war die Konsequenz dieser Maßnahme? Meine Kollegen, mein Vorgesetzter saßen abends noch im Büro im Gespräch miteinander: Ein Beisammensein halt. Produktiv? Wenig bis Null. Notwendig? Nicht. Warum, man wollte Verfallstunden produzieren? Die Arbeit war entweder schon getan oder nach 8 Stunden wollte man nicht mehr „ackern“. Aber doch Verfallstunden produzieren. Das ja!

Einzellfall? Nein. Später habe ich ein ähnliches Phänomen in einer anderen Firma erlebt. Mein Vorgesetzter pflegte die im Umlauf befindlichen Zeitschriften im Büro zu lesen. Was ein „normaler“ Mensch zu Hause machen würde, tat er im Büro. Warum? Verfallstunden halt. Nebenbei sei gesagt, dass dieser Herr über 250 Mails im Eingangsfach „verwaltete“. Alle gelesen wie er mir versicherte. Produktivität? Fremdwort.

Was meine ich mit dem obigen Text? Stunden allein sind nicht das Allheilmittel. Leistung ja. Verfallstunden nein.

Vor wenigen Jahren war ich auf einer Tagung und erzählte etwas ähnliches wie oben erwähnt. Ein Bekannter, seines Zeichens Professor und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros, erzählte mir in Anwesenheit von zahlreichen Tagungsteilnehmern, dass er 10 Stunden am Tage arbeite. Darauf antwortete ich –indem ich mich im Vorfeld für die kommende Antwort entschuldigte-, dass ich keinen Menschen kenne, der dauerhaft mehr als 8 Stunden am Tag arbeitet. Im Anschluss kam ein ehemaliger Vorstand einer Frankfurter Großbank auf mich und gab mir Recht, dass es ist fast unmöglich ist, dauerhaft mehr als 8 Stunden zu arbeiten. Arbeiten bedeutet leisten. Alles andere sind „Verfallstunden“.

Wir haben in unseren Beiträgen bei ThinkSimple (http://www.thinksimple.de/beitrag-nr–4.32.0.html) den „neuen“ Begriff von Arbeit präzisiert. Viele verwechseln Arbeit mit Beschäftigung. Mehr davon in späteren Blogs!

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Dr. Karl de Molina
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Ende Dezember veröffentlichten die VDI Nachrichten eine Studie des amerikanischen Beratungsunternehmens SHL wonach die Mitarbeiter unter der Folgen der Finanzkrise leiden würden.

Diese Ergebnisse decken sich mit unseren eigenen Studien (siehe http://www.thinksimple.de/kundenstudien.31.0.html).

Wodurch drückt sich dieses „Leiden“ aus? „Nahezu 60% der Befragten stellten einen Wandel in der Unternehmenskultur –aufgrund der Krise- fest. Viele Mitarbeiter seien gestresster, leisteten mehr Überstunden, seien unmotivierter oder gereizt“, so die Studie.

Eigene Studien (nach der Krise) haben gezeigt, dass Arbeitnehmer mehr unter Stress leiden als Geschäftsführer und Unternehmer.

Aktuelle Studien (nach der Krise) zeigen, dass sich sowohl Geschäftsführer als auch Arbeitnehmer mehr Beratung und Training im Bereich „Soziale Kompetenz“ und „Arbeitsproduktivität“ wünschen.

Mit der Weiterentwicklung der Mitarbeiter in den oben genannten Kompetenzen ließen sich die Themen Überstunden und Stress abmildern, oder sogar ganz beseitigen.

Unserer Erfahrung nach liegen in vielen Fällen die Wurzeln des Stresses am Mangel an Produktivität. Es ist als ob Sie in 3 Stunden mit dem Fahrrad von München nach Garmisch wollten. Normalbürger schaffen es einfach nicht. Sie brauchen besondere Mittel dafür, d.h. ein besseres Rad, mehr Training.

ThinkSimple wählt den Weg der Arbeitsproduktivität als Lösungsansatz für viele der oben geschilderten Probleme. Die Erfahrung mit vielen Kunden hat gezeigt, dass es funktioniert.

Wir wissen, dass es funktioniert. Sonst würden wir nicht mit ICE3 statt mit dem alten Regionalzug fahren. Warum optimieren wir unsere Werkzeuge (schnelleren Zug, schnelleren Computer etc.) und nicht unsere eigenen Prozesse, unsere eigene Einstellung?

Prozesse zu ändern ist schnell getan. Lebensstil ändern, erfordert mehr Mut, mehr Änderungsbereitschaft.

Wir meinen, wer mehr Lebensqualität haben will, soll produktiver sein! Warum ist unser Lebensstandard in Deutschland höher als in einem afrikanischen Land: weil wir u.a. produktiver sind. Dies gilt auch innerhalb des Landes.

Helfen Sie uns, Arbeitsproduktivität saloonfähig zu machen!

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Dr. Karl de Molina
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Neulich habe ich eine interessante Erfahrung gemacht: Es war ein Gespräch mit Frau Metzner (Name von der Redaktion geändert). Ich möchte Ihnen etwas mehr von diesem Gespräch erzählen, weil es für mich exemplarisch für unseren Alltag ist.

Frau Metzner war unsere Ersatzempfangsdame in einem Business Center in Nähe von München. Eines Tages –nachdem wir zu einem anderen Standort umgezogen waren- bin ich zu ihr gegangen, um die Post abzuholen. Zu meiner Überraschung teilte sie mir mit, es gebe keine Post. Ich war deswegen überrascht, weil wir täglich mehrere Briefe erhalten und wir hatten seit ca. 3 Tagen keine Post mehr abgeholt.

Auf ihre Aussage hin –wir haben keine Post- habe ich laut überlegt, wie es sein könnte. Ich suchte einfach den Grund und diesen Gedankengang habe ich sozusagen mit Frau Metzner durchgehen wollen. Vielleicht finden wir gemeinsam die Lösung, habe ich mir gedacht. Mehr wolle ich nicht. Erstrecht nicht, ihr einen Vorwurf machen, weil sie ja dafür nichts konnte.

Nichts ahnend bin ich weggefahren.

Einige Tage später kam ich wieder zu meinem alten Büro und habe Frau Metzner getroffen. Ich habe ihr die Lösung des Rätsels erklärt. Jemand hatte Zugang zum Postfach und hatte mir die Post zum neuen Büro gebracht. Ich war froh darüber, dass das Thema aufklärt war und ich wollte ihr von meiner Freude teilhaben lassen. Ich dachte, Frau Metzner würde sich über meine Nachricht freuen.

Nein. Dem war nicht so. Frau Metzner eröffnete mir, ich sei neulich ihr gegenüber ungerecht gewesen. Ich hätte ihr Vorwürfe gemacht. Ich hätte sie bezichtigt, die Post nicht ordentlich sortiert zu haben. Eigentlich nichts ferner von mir, das zu denken. Frau Metzner wollte es aber nicht dabei bewenden lassen. Meine Erklärungsversuche, die Sachlage zu schildern, wurden abgeschmettert. Auch derjenige, der die Post vom Fach weggenommen hatte – ihr Chef nämlich- wurde von ihr kritisiert.

Ich habe mich gefragt, wie kann man aus einer Bagatelle, so eine Angriffsfeuerwerk entwickeln? Gegen mich, weil ich ihr Vorwürfe gemacht hätte, gegen den Chef, weil er ohne mich oder sie zu informieren, die Post mitgenommen hätte. Und die Liste ging noch weiter.

Ich schildere diese absolute Bagatelle, weil ich mir denke, dass in uns allen „ein Bisschen von Frau Metzner steckt“. Wir neigen aus dem Nichts ein großes Ding zu machen. Insbesondere dann, wenn es um Negatives geht.

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Dr. Karl de Molina
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Im Leitartikel der ftd vom 27.12.2010 war zu lesen: „Italien hat dringenden Reformbedarf. Die Volkswirtschaft wächst unter dem europäischen Durchschnitt, die Unternehmen sind wettbewerbsfähig. Vor allem niedrige Arbeitsproduktivität ist hierfür verantwortlich. Harte Reformen wären dringend notwendig“.

Diese zwei Sätze lasse ich mir gern auf der Zunge zergehen: niedrige Arbeitsproduktivität ist hier verantwortlich! Seit wann ist Arbeitsproduktivität saloonfähig?

Wenn wir mit manchen Führungskräften über Arbeitsproduktivität sprechen, dann ernten wir teilweise nur ein müdes Lächeln. Und jetzt kommt das Thema auf dem Leitartikel einer Wirtschaftszeitung in Deutschland!

Ja. Wir meinen, dass die Arbeitsproduktivität nicht ein Allheilmittel ist, aber fast. Unser Wohlstand rührt daher. Das vergessen wir schnell.

Die hier gemeinte Arbeitsproduktivität lässt sich in prozess- und menschenbedingte Produktivität aufschlüsseln. Wir bei ThinkSimple adressieren nur die menschenbedingte Produktivität. Auf der Basis von dieser Produktivität ergibt sich die prozessbedingte Produktivität.

Wir haben Kundenstudien über Arbeitsproduktivität durchgeführt und haben –wenn wundert es- herausgefunden, dass Führungskräfte in höheren Positionen eine höhere Produktivität aufweisen als Sachbearbeiter. Link zur Studie: http://www.thinksimple.de/kundenstudien.31.0.html

Warum ist Arbeitsproduktivität so wichtig? Weil diese die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens, eines Arbeitnehmers maßgeblich beeinflusst.

Wenn die Arbeitsproduktivität die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Erfolg eines Unternehmens so stark beeinflusst, warum ist die Nachfrage nach Beratung und Hilfsmittel so verhaltend? Weil Menschen lieber Prozesse als Lebens- und Arbeitsstil ändern. Und letzteres wäre ja einfacher, kostengünstiger und effizienter.

Wie könnten wir erreichen, dass sich Menschen mehr für die Arbeitsproduktivität interessieren? Es geht um ihre Lebensqualität. Mehr Produktivität bedeutet kürzere Arbeitszeiten bei gleichem Geld oder mehr Geld bei gleicher Arbeitszeit oder sogar beides. Ist dies nicht Lebensqualität? Wer will keine bessere Lebensqualität? Oder auch anders: Mehr Zeit für die Familie, für Freunde, für ehrenamtliche Tätigkeiten.

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Dr. Karl de Molina
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Herr Hage beschreibt die Entwicklung in einer deutschen Firma. Zusammenfassend: 47% der Mitarbeiter sehen die Grenze der Belastbarkeit erreicht, 56% der SW-Entwickler klagen über eine wachsendes Arbeitspensum.

Diese Ergebnisse ergaben eine interne Studie. „Für Stress bei der Arbeit – so die Studie- sorgten insbesondere zusätzliche Aufgaben, schlechte Planung sowie langsame Entscheidungen der Führungskräfte“, so der Artikel.

ThinkSimple hat sich ja zum Ziel gesetzt, Stress in der Arbeit zu reduzieren. Dazu gehören zwei: Arbeitnehmer und Führungskräfte bzw. Arbeitgeber.

Müssen zusätzliche Aufgaben zum „gefühlten“ Stress führen? Stress, weil man die Komfortzone verlassen hat? Nur weil man aus dem täglichen Trott heraus fällt? Oder gehört eine Portion „Unverständnis“ seitens der Vorgesetzten dazu? Oder nur planlos Zusatzaufgaben verteilt?

Ich vertrete eine ganz einfache These: jegliches Problem hat seine Wurzel in der Geschäftsführung. Warum? Die Geschäftsführung hat das Kundensegment gesucht, die Produkte entwickeln und die Mitarbeiter einstellen lassen. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht verständlicherweise anders aus.

Wenn die Stimmung so schlecht ist, wie in diesem besagten Unternehmen, dann ist ein gemeinschaftliches Problem entstanden. Ich nenne dies ein „entkoppeltes“ Unternehmen. Unternehmensführung und Mitarbeiter sind in zwei Blöcken. Dann führt jegliche Mehrarbeit, jegliche Änderung zum Stress. Dieser wird aber auch von der Unternehmensführung dadurch provoziert, weil man die Maßnahmen nicht mit den Arbeitnehmern wenigstens Ansatzweise abstimmt.

Die Schlussfolgerung für mich ist: Versuchen Sie (Unternehmer) die Mitarbeiter fürs Unternehmen zu gewinnen, indem sie sie als Person wahrnehmen. Als Menschen mit Anliegen, mit Interessen, mit Ängsten, mit Fähigkeiten.

Meine berufliche Erfahrung zeigt mir, dass „gekoppelte“ Unternehmen (Leitung – Mitarbeiter haben gemeinsame Ziele) viel erfolgreiche sind als die Entkoppelten. Bei den gekoppelten Unternehmen sind die „Spielregeln“ im Unternehmen so, dass wenn der Mitarbeiter fürs Unternehmen arbeitet für sich arbeitet und umgekehrt. Ob das so funktioniert, hängt davon ab, wie die Spielregeln im Unternehmen definiert sind. Gerade hier setzt ThinkSimple ein. Wir helfen der Unternehmensleitung solche „Spielregeln“ zu definieren, die dem Unternehmen und den Mitarbeitern dienen. Wir appellieren jedoch auch an die Verantwortung der Mitarbeiter, sich fürs Unternehmen zu engagieren. Der Strom kommt nicht von der Steckdose und der Umsatz kommt nicht aus dem Himmel, sondern dank harter Arbeit!

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Dr. Karl de Molina
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